Kinderbetreuung

Wohnortnahe Kita-Versorgung in ganz Braunschweig sichern

GRÜNE legen gemeinsamen Änderungsantrag mit SPD vor

Für die GRÜNEN zeigt die aktuelle Debatte vor allem eines: Braunschweig braucht eine langfristige und stadtweite Strategie für die zukünftige Kita-Versorgung.

„Gerade in Stadtteilen sind Kitas weit mehr als reine Betreuungseinrichtungen. Sie sind Orte des sozialen Zusammenhalts, der Begegnung und ein wichtiger Faktor für Familienfreundlichkeit vor Ort. Deshalb darf die Aufgabe einzelner Standorte nicht als Rückzug aus der Fläche verstanden werden.“

Mit dem gemeinsamen Änderungsantrag wollen GRÜNE und SPD erreichen, dass die Verwaltung prüft, unter welchen Voraussetzungen perspektivisch wieder ein ortsnahes Betreuungsangebot auch in Dibbesdorf geschaffen werden kann. Gleichzeitig soll der Blick aber bewusst auf die gesamte Stadt gerichtet werden.

„Die Diskussion um Dibbesdorf macht deutlich, wie wichtig ein gesamtstädtisches Konzept für die Kita-Planung geworden ist“, so Braunschweig weiter. „Nur einzelne Stadtteile isoliert zu betrachten, greift zu kurz. Braunschweig steht insgesamt vor großen Herausforderungen: sinkende Kinderzahlen in einigen Bereichen, Fachkräftemangel und gleichzeitig weiterhin hoher Bedarf an wohnortnahen und qualitativ hochwertigen Betreuungsangeboten.“

Der Antrag von GRÜNEN und SPD sieht deshalb vor, ein stadtweites Konzept für die zukünftige Kita-Versorgung zu erarbeiten. Dabei sollen unter anderem sozialräumliche Bedarfe, flexible Angebotsformen, Qualitätsentwicklung sowie die Situation unterversorgter Stadtteile wie der Weststadt berücksichtigt werden.

„Entscheidend ist, dass gute Bildungs- und Betreuungsangebote langfristig in allen Teilen der Stadt erreichbar bleiben, nicht nur dort, wo aktuell die größte öffentliche Aufmerksamkeit entsteht“, betont Braunschweig.

„Die Kita-Planung muss stärker an den tatsächlichen Entwicklungen in den Stadtteilen ausgerichtet werden. Dazu gehören verlässliche Angebote für Familien ebenso wie eine langfristige Strategie im Umgang mit Fachkräftemangel und sich verändernden Bedarfen.“

Ziel sei es, auch unter veränderten Rahmenbedingungen weiterhin kurze Wege für Familien zu ermöglichen und gleichzeitig eine hohe Bildungs- und Betreuungsqualität sicherzustellen.

„Der Grundsatz ‚Kurze Wege für kurze Beine‘ gilt für uns nicht nur in Dibbesdorf, sondern in ganz Braunschweig“, betont Langer abschließend.