Fünf Jahre Ratsarbeit – ein persönliches Fazit
Die vergangenen fünf Jahre im Rat waren für mich eine Reise mit einer enorm steilen Lernkurve. Damals bin ich mit viel Gestaltungswillen, aber einer gesunden Menge Naivität angetreten. Heute blicke ich mit der Erfahrung der Fraktionsvorsitzenden und auch mit meiner neuen Perspektive als Mama eines Kleinkindes auf unser Braunschweig. Ein kleines Kind neben der harten Ratsarbeit, den unzähligen Sitzungen und Verhandlungen zu schaukeln, war ein persönlicher Kraftakt. Es hat mir aber auch einen glasklaren Fokus geschenkt: Wenn ich heute mit dem Rad durch Braunschweig fahre oder mit meiner Tochter durch unsere Parks spaziere, sehe ich die Stadt mit anderen Augen. Ich sehe sie als den Ort, der für die nächste Generation auch in 50 und 100 Jahren noch lebenswert sein muss.
Politische Aufgaben und Ämter
Meine Schwerpunkte
Mein Herz schlägt besonders laut für ein solidarisches und sorgendes Braunschweig. Denn in der Sozial- und Migrationspolitik sowie beim Schutz unserer Demokratie dürfen wir ebenso wie bei der Klimaanpassung nicht lockerlassen. Wir müssen Braunschweig als Ort des Willkommens bewahren und die Integrationsarbeit massiv stärken. Wir müssen aktiv gegen die Spaltung unserer Gesellschaft wirken und für den Diskurs und das Miteinander werben. Dazu gehört es, hartnäckig die echten Probleme unserer Zeit anzugehen, wie die größer werdende Armut und alle damit verbundenen Folgeprobleme. Auch den großen Herausforderungen für unsere Stadt, wie der Finanzsituation unseres Klinikums, müssen wir uns mit aller Ernsthaftigkeit stellen. Als finanz- und sozialpolitischer Anker der Stadt braucht unser Krankenhaus Transparenz und einen ehrlichen kaufmännischen Neustart.
Unsere Herausforderungen
Wir leben in einer Zeit, in der die Gewissheiten unserer demokratischen und ökologischen Ordnung massiv ins Wanken geraten. Während wir Grüne die wissenschaftliche Realität der Erderhitzung klar benennen, droht die Klimakrise in der öffentlichen Wahrnehmung zur Randnotiz zu verkommen. Die aktuellen Umfragen zeigen uns leider nur zu deutlich, dass die reale Bedrohung unserer Lebensgrundlagen durch multiple andere Krisen verdrängt wird. Trump, Putin und andere Diktatoren halten die Welt in Atem und sorgen mit Machthunger und Krieg dafür, dass viele Menschen immer aussichtsloser in ihre Zukunft blicken. Gleichzeitig erstarkt mit der faschistischen AfD eine Kraft, die gesellschaftliche Spaltung als Geschäftsmodell nutzt und dieses Jahr in Sachsen-Anhalt sogar droht, in Regierungsverantwortung zu kommen.
Das sind keine fernen Krisen, wir spüren die Auswirkungen direkt vor Ort. Gerade jetzt braucht es uns Grüne als stabilen Anker für Zusammenhalt und Vernunft stärker als je zuvor – und genau dafür will ich weiter kämpfen.
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