Brodweg: „Freigabe für den motorisierten Verkehr intransparent und vorschnell“

Auch die von der Verwaltung vorgebrachten Argumente für eine möglichst schnelle Öffnung überzeugen die Grüne Ratsfraktion nicht, wie Sabine Kluth weiter ausführt: „In den letzten eineinhalb Jahren, in denen der Brodweg gesperrt war, sind an uns weder von der Feuerwehr noch von der Polizei Sicherheitsbedenken herangetragen worden. Auch ist uns nicht bekannt, dass durch die Sperrung des Brodwegs nennenswerte Probleme für die Einsatzkräfte entstanden sind. Dass diese Argumente nun plötzlich so zentral sein sollen, dass der Brodweg quasi sofort wieder geöffnet werden muss, können wir deshalb nicht nachvollziehen und ist ohne weiter Begründung absolut intransparent.“

Unterm Strich, so Lisa-Marie Jalyschko abschließend, sei viel Zeit verschenkt worden: „Hätten wir rechtzeitig gewusst, dass der Brodweg so schnell wieder geöffnet wird, hätten wir viel Zeit gehabt, um uns mit anderen Möglichkeiten, den Verkehr in diesem Bereich zu führen, zu beschäftigen. Mit durchaus vertretbarem Aufwand hätte man z. B. versenkbare Poller installieren können, die den normalen Pkw-Verkehr blockiert, aber für die Einsatzkräfte die Durchfahrt weiterhin ermöglicht hätten. Diese Gelegenheit wurde verpasst! Dieses Thema jetzt auf den Mobilitätsentwicklungsplan zu verschieben, überzeugt ganz und gar nicht. Die Gelegenheit für eine dauerhafte Sperrung des Brodwegs wäre jetzt, da sich viele Verkehrsteilnehmer*innen längst daran gewöhnt hatten, ideal gewesen. Die Öffnung später wieder zurückzuholen, dürfte deutlich schwieriger werden. Damit wurde eine gute Chance, die Verkehrswende in Braunschweig zumindest ein kleines Stück weiter voranzubringen, ohne Not vertan.“