Nach langer und intensiver Diskussion haben die Vertreter*innen der Grünen Ratsfraktion in der heutigen Sitzung des Ausschusses für Mobilität, Tiefbau und Auftragsvergaben (AMTA) für die Planung einer Unterführung am Bahnübergang Grünewaldstraße als Vorzugsvariante (Variante 1) gestimmt.
Dazu sagt Sabine Kluth, Sprecherin für Verkehr und Mobilität der Grünen Ratsfraktion und Vorsitzende des AMTA:
„Wenn wir unsere ambitionierten Klimaziele erreichen wollen, müssen wir unsere Anstrengungen vor allem im Verkehrsbereich deutlich intensivieren. Hier ist in den letzten Jahren viel zu wenig passiert. Fortschritte bei der CO2-Einsparung konnten kaum erzielt werden. Mit dem Umbau des Bahnübergangs Grünewaldstraße haben wir jetzt die einmalige Chance, die Bedingungen für den ÖPNV, den Radverkehr, den fußläufigen Verkehr und nicht zuletzt auch für den Güterverkehr auf der Schiene deutlich zu verbessern. Ein beschrankter Bahnübergang mit absehbar langen Schließzeiten wäre keine Zukunftslösung: Er würde den Radverkehr an dieser Stelle stark ausbremsen, und die Umwege zu Fuß wären einige hundert Meter lang. Klimaschutz braucht aber zwingend die Verkehrswende. Und daran wollen und müssen wir arbeiten. Am Bahnübergang Grünewaldstraße und an vielen anderen Stellen im Stadtgebiet.“
Lisa-Marie Jalyschko, Vorsitzende der Grünen Ratsfraktion und Mitglied im AMTA ergänzt:
„Wir haben uns diese Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht. Deshalb möchten wir uns bei allen Bürger*innen bedanken, die sich in den letzten Monaten intensiv in die Diskussion um den Bahnübergang Grünewaldstraße eingebracht haben. Unsere Entscheidung für die Variante 1 beruht auf der festen Überzeugung, dass wir damit eine Verlagerung der Verkehre hin zum klimafreundlichen Umweltverbund erreichen können und somit einen Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen leisten werden. Dabei müssen wir als Mitglieder des Rates immer die gesamtstädtische Perspektive im Blick haben. Deshalb legen wir großen Wert auf zeitnahen Ausgleich vor Ort für Bäume, die der Baumaßnahme weichen müssen. Außerdem müssen wir uns klarmachen, dass wir heute Entscheidungen treffen, die über Jahrzehnte hinweg Bestand haben. Gerade mit Blick auf die lange Reichweite des heutigen Beschlusses halten wir die Variante 1 für die Lösung, mit der uns für die Zukunft am besten wappnen können.“
Zu diesem Thema hat die Grüne Ratsfraktion auch ein umfangreicheres Positionspaper veröffentlicht.