Gegen rechts

Offener Brief an OB Kornblum: Grüne Ratsfraktion fordert klares Einschreiten gegen Neonazi-Aufmarsch am 1. Mai

In ihrem offenen Brief macht die Fraktion deutlich, dass es sich nicht um eine „normale“ Versammlung handelt, sondern um den bewussten Versuch, einen zentralen demokratischen Gedenk- und Aktionstag umzudeuten und für rechtsextreme Propaganda zu missbrauchen. Die geplante Route zeige klar, dass es um Provokation, Einschüchterung und die gezielte Störung der demokratischen 1.-Mai-Veranstaltungen gehe. Zugleich betonen die Grünen, dass die Versammlungsfreiheit ein hohes Gut sei – verweisen jedoch auf die bestehenden rechtlichen Spielräume.

Gemeinsam erklären Jalyschko und Köhler: „Das Mindeste ist eine sofortige Verlegung der Route – weit weg vom 1.-Mai-Gelände, vom Familienfest, von Gewerkschaften und den Veranstaltungen der Zivilgesellschaft. Aus unserer Sicht ist darüber hinaus eine Untersagung der Demonstration aus Sicherheitsgründen geboten. Wir appellieren an den Oberbürgermeister: Die Stadt muss jetzt Mut zeigen und alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen. Wer den öffentlichen Raum am 1. Mai nicht schützt, überlässt ihn den Feinden unserer Demokratie – und wer Kinder und Familien nicht ausreichend schützt, handelt verantwortungslos. Das darf in Braunschweig nicht passieren.“