Flucht und Asyl

Dringender Appell: Unabhängige Asylberatung erhalten, Integrationskurse wieder öffnen!

„Sprache ist und bleibt der Schlüssel für eine gelingende Integration – vor allem in Arbeit und Ausbildung – und gesellschaftliche Teilhabe. Ausgerechnet bei den Sprach- und Integrationskursen zu kürzen und so den Zugang vor allem für Ukrainer*innen zu beschränken, ist aus unserer Sicht absolut kurzsichtig und kontraproduktiv. Das trifft und belastet nicht nur die geflüchteten Menschen, sondern auch die aufnehmenden Kommunen. Denn perspektivisch führt das zu höheren Sozialausgaben und mehr Unterstützungsbedarf vor Ort. Gerade für eine Stadt wie Braunschweig ist es wichtig, dass Integration so früh wie möglich beginnt und nicht vom Aufenthaltsstatus oder Verfahrensstand der Geflüchteten bzw. Asylbewerber*innen abhängig gemacht wird. Sprachförderung ist keine freiwillige Zusatzleistung, sondern eine sinnvolle Investition in die Gewinnung von Fachkräften und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

Diese Bundesregierung redet von Ordnung, produziert vor Ort aber Chaos. Sie kürzt bei der Beratung und lässt Kommunen wie Braunschweig mit den Folgen allein. Dadurch entsteht faktischer Druck, Gelder und Strukturen vor Ort zu kompensieren – und das in einer ohnehin angespannten Haushaltslage. Braunschweig darf diese Kürzungspolitik nicht einfach hinnehmen. Wir fordern daher, die Verantwortung für die unabhängige Asylberatung nicht auf die Kommunen abzuwälzen. Oberbürgermeister Thorsten Kornblum muss hier dringend handeln und seinen Einfluss auf Bundesebene nutzen. Braunschweig braucht jetzt ein klares Signal gegen diese Kürzungspolitik, deshalb werben wir für eine breite Mehrheit für unseren Ratsantrag.“