Energiewende

Sachstand zum Thema Energetische Quartierskonzepte

Anfrage der GRÜNEN Ratsfraktion

Eingereicht zur Sitzung des Ausschusses für Planung und Hochbau am 29. April 2026

Zu diesem Themenkomplex bitten wir um die Beantwortung der folgenden Fragen:

1. Wie wird das Thema energetische Quartiersentwicklung innerhalb der Verwaltung aktuell bearbeitet (z.B. Ausstattung mit Sachmitteln und Personal)?

2. Inwieweit hat die Verwaltung bei der geplanten Sanierung des Sackringviertels die Bemühungen der Braunschweiger Baugenossenschaft im Sinne der energetischen Quartiersentwicklung aktiv unterstützt?

3. Bei welchen Bestands-Quartieren sieht die Verwaltung das Potenzial integrierte Quartierskonzepte auch mit dem Fokus auf Grüne Infrastruktur und klimafreundliche Mobilität zu entwickeln?


Stellungnahme der Verwaltung

Die Anfrage der Fraktion Bündnis 90 – DIE GRÜNEN im Rat der Stadt vom 13. April 2026 zur Sitzung des APH am 29. April 2026 beantworte ich wie folgt: 

Zu 1.

Die energetische Quartierssanierung wird im Fachbereich Stadtplanung und Geoinformation in der Stelle „Sonderprojekte der Stadtentwicklung“ auf derzeit zwei Vollzeitstellen bearbeitet. Es ist beabsichtigt, Fördermittel des Programms KfW 432 im Rahmen der weiteren Bearbeitung in Anspruch zu nehmen. In welchem Umfang dies erfolgen soll, ist derzeit noch nicht abschließend bestimmt. 

Zu 2.

Die Verwaltung hat im Jahr 2023 in Zusammenarbeit mit der Braunschweiger Baugenossenschaft (BBG) und einem Sanierungsträger einen Antrag auf Förderung durch die KfW, Programm 432, erarbeitet. Wegen des Aussetzens der Förderung ab November 2023 wurde der Antrag seitens der KfW nicht bewilligt. Daher wurde die BBG im Anschluss durch die Verwaltung in ihren Bemühungen unterstützt, ersatzweise andere Fördermittel zu akquirieren. 

Zudem hat die Verwaltung zur Entwicklung im Sackring-Viertel bereits einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan herbeigeführt. Der Bebauungsplan wird derzeit entwickelt. 

Zu 3.

Diese Frage kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht konkret beantwortet werden, da für die Förderfähigkeit eines integrierten Quartierskonzeptes gemäß KfW 432 neben der Steigerung der Energieeffizienz der Gebäude und der Infrastruktur auch die Themen Klimafolgenanpassung und Mobilität untersucht werden müssen.

Im Zuge der derzeitigen Erstellung der kommunalen Wärmeplanung wurden geeignete Gebiete sowohl aufgrund ihrer absoluten als auch prozentualen Energieeinsparpotenziale identifiziert. Um eine Bearbeitungs-Rangfolge zu erstellen, wird diese Vorauswahl mit weiteren städtebaulichen Kriterien überlagert und ausgewertet. Dazu gehört u. a. auch das Ausbaupotential der grünen Infrastruktur und der klimafreundlichen Mobilität. Der Auswahlprozess läuft derzeit noch. Nach Abschluss wird die Verwaltung berichten.