Spiel- & Sportboxen

Mehr Spiel und Bewegung für alle: Spiel- & Sportboxen für Braunschweig

Antrag der GRÜNEN Ratsfraktion

Eingereicht zur Sitzung des Umwelt- und Grünflächenausschusses am 9. September 2026
Beschlussvorschlag:

1. An insgesamt 3 geeigneten Standorten im öffentlichen Raum wird jeweils eine App-gesteuerte Spiel- und Sportbox im Gesamtwert von bis zu 60.000 Euro, ausgestattet mit Spiel- und Sportgeräten für verschiedene Altersgruppen, errichtet.

2. Den unter Nummer 1 genannten über- und außerplanmäßigen Aufwendungen bzw. Auszahlungen wird zugestimmt.

3. Die Deckung der unter 1. genannten über- und außerplanmäßigen Aufwendung bzw. Auszahlung erfolgt unter Inanspruchnahme der im Teilhaushalt „Allgemeine Finanzwirtschaft” ausgewiesenen Deckungsreserve zur Flexibilisierung der Bewirtschaftung für Aufwendungen im Ergebnishaushalt in Höhe von bis zu 60.000 Euro.

4. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, welche geeigneten Standorte im öffentlichen Raum, insbesondere Kinder- und Jugendplätze, Parks und weitere geeignete öffentliche Flächen, mit Spiel- und Sportboxen ausgestattet werden sollen und welche Spiel- und Sportgeräte die jeweiligen Boxen enthalten sollen, um ein möglichst breites Spektrum an Altersgruppen anzusprechen. Dabei sollen vorrangig die Bedarfe von Kindern und Jugendlichen berücksichtigt und zugleich Möglichkeiten für generationenübergreifendes Spiel und gemeinsame Bewegung geschaffen werden. Bei der Standortauswahl sollen insbesondere auch Quartiere in den Blick genommen werden, in denen niedrigschwellige und kostenfreie Spiel- und Bewegungsangebote einen besonderen Beitrag zur sozialen Teilhabe von Kindern und Familien leisten können.

Sachverhalt:

Mit der Anschaffung von drei digitalen Spiel- und Sportboxen an geeigneten Standorten im öffentlichen Raum sollen niedrigschwellige Bewegungs- und Freizeitangebote vorrangig für Kinder, Jugendliche und Familien geschaffen werden. Die Boxen ermöglichen einen unkomplizierten und kostenfreien Zugang zu Spiel- und Sportgeräten und fördern Bewegung, gemeinsames Spielen und soziale Teilhabe.

Ein besonderer Vorteil der Boxen liegt darin, dass sie auch eine spontane Nutzung ermöglichen. Kinder, Jugendliche und Familien müssen keine eigenen Spiel- oder Sportgeräte von zu Hause mitbringen, sondern können direkt vor Ort aktiv werden.

Damit bieten die Boxen auch die Möglichkeit, unkompliziert neue Spiele und Sportarten auszuprobieren. Da die Nutzung unabhängig von den eigenen finanziellen Möglichkeiten möglich ist, wird allen Kindern und Jugendlichen der Zugang zu unterschiedlichen Spiel- und Bewegungsangeboten ermöglicht.

Die Nutzung erfolgt einfach und digital: Über eine kostenfreie App können die Boxen reserviert und per Smartphone geöffnet werden. Nach der Nutzung werden die ausgeliehenen Spiel- und Sportgeräte wieder in die Box zurückgelegt. Da die Ausleihe nur durch registrierte Nutzer*innen möglich ist und die Boxen robust und angepasst an den öffentlichen Raum sind, besteht eine vergleichsweise geringe Gefahr von Diebstahl und Vandalismus.

Ähnliche Systeme, wie die “SportBox” am Salzgittersee, zeigen, dass ein solches Konzept bereits erfolgreich eingesetzt wird. Auch über Deutschland hinaus setzen Kommunen auf vergleichbare Lösungen. In Belgien werden mit dem System “UrbanCubby” intelligente Spiel- und Sportboxen in Parks, auf Spiel- und Jugendplätzen sowie in anderen öffentlichen Räumen eingesetzt. Die Ausstattung der Boxen wird dabei an die Bedürfnisse des jeweiligen Standorts angepasst.

Dieses Prinzip soll auch an den drei geplanten Standorten verfolgt werden. Ob Wikinger-Schach, Roundnet-Sets, Fußbälle, Badmintonschläger, Springseile, Boule-Sets oder weitere Spielgeräte – die Inhalte der Boxen sollen sich vorrangig an den Wünschen und Bedürfnissen der jungen Menschen orientieren und regelmäßig überprüft und weiterentwickelt werden. Dabei soll bewusst auf eine vielfältige Ausstattung geachtet werden, die unterschiedliche Interessen und Altersgruppen anspricht und – je nach Standort – auch generationenübergreifendes gemeinsames Spiel ermöglicht.

Nach Prüfung geeigneter Standorte für die Aufstellung der Spiel- und Sportboxen wird die Verwaltung gebeten, die Ergebnisse den Gremien vorzulegen.