Die Ratsfraktionen von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unternehmen einen weiteren Versuch, den von vielen Bürger*innen seit langem gewünschten Radweg an der Landesstraße 611 zwischen Völkenrode und dem Bortfelder Kreisel zu realisieren. Mit einem gemeinsamen Antrag zum Ausschuss für Mobilität, Tiefbau und Auftragsvergaben am Dienstag, 28. April, möchten die beiden Fraktionen darauf hinwirken, dass die Stadt Braunschweig den Radweg vordringlich in das neue Landes-Radwegekonzept aufnehmen lässt. Die Verwaltung hat in einer ersten Stellungnahme bereits angekündigt, dass sie das Vorhaben unterstützen und eine entsprechende Bitte an das Land Niedersachsen richten wird (DS 26-28814-01).
„Seit fast vierzig Jahren setzen sich Bürger*innen aus Völkenrode und der angrenzenden Gemeinde Wendeburg für diesen Radweg ein“, erklären die Ratsfrauen Sabine Kluth (GRÜNE) und Susanne Hahn (SPD). „Mit der aktuell anstehenden Fortschreibung des Landes-Radwegekonzepts könnte sich eine neue Tür öffnen, damit endlich Bewegung in die Thematik kommt. Diese Chance wollen wir nicht ungenutzt lassen und einen neuen Antrag stellen.“
Bereits in der Vergangenheit hatte der SPD-Fraktionsvorsitzende Christoph Bratmann gemeinsam mit einer örtlichen Bürgerinitiative, die sich für den Bau des Radwegs einsetzt, verschiedene Realisierungsoptionen diskutiert. Sogar Planungsmittel wurden auf Betreiben der GRÜNEN im Jahr 2022 bereits in den von Rot-Grün verabschiedeten Haushalt der Stadt Braunschweig eingestellt: „Komplexe Rahmenbedingungen, wie der geplante Verlauf zwischen dem Landkreis Peine und dem Gebiet der Stadt Braunschweig sowie die Besitzverhältnisse der Anrainer, standen einer Umsetzung bisher jedoch im Wege“, bedauern Kluth und Hahn. „Mit unserem neuen Anlauf wollen wir die Stadt Braunschweig, den Landkreis Peine und die Gemeinde Wendeburg an einen Tisch holen, um dem Wunsch der Bürger*innen beim Land entsprechenden Nachdruck zu verleihen.“
Kluth und Hahn sind sich einig: „Radwege dürfen nicht nur in Stadtgrenzen gedacht werden; sie müssen sich an der Lebensrealität der Menschen orientieren. Wir hoffen daher, dass das Land unserer Argumentation folgt und den Bedarf für diesen Radweg ebenfalls erkennt.“