Radverkehr

Veloroute Wallring – Planungsgrundlagen für den südlichen Bereich

Anfrage der GRÜNEN Ratsfraktion

Eingereicht zur Sitzung des Ausschusses für Mobilität, Tiefbau und Auftragsvergaben am 03. März 2026

Der Grundsatzbeschluss zur Veloroute Wallring wurde auf Vorschlag der Verwaltung bereits im Jahr 2023 mit der Vorlage DS 23-20323 gefasst. Seitdem wurden im nördlichen Bereich wichtige Maßnahmen umgesetzt, wie die neugestalteten Querungen von Celler Straße und Wendenstraße.

Zum südlichen Bereich heißt es in dieser Vorlage: “Als nächsten Schritt für den Lückenschluss gilt es insbesondere im südlichen Bereich Planungsgrundlagen zu entwickeln. Entsprechend dem Vorgehen beim Ringgleis wird der Lückenschluss kurzfristig nur durch die Nutzung des Wegesystems im Bürgerpark möglich sein. Dafür ist die Routenführung zu konkretisieren, um die teils komplexen ausstehenden Maßnahmen planen und umsetzen zu können. Mit einer Veränderung der Führung des Kfz-Verkehrs in der südlichen Innenstadt, die Gegenstand der Untersuchungen im Rahmen des Mobilitätsentwicklungsplans ist, können sich Möglichkeiten ergeben, die Veloroute mittelfristig über den Kalenwall, Bruchtorwall und Lessingplatz innenstadtnah an den Löwenwall anzubinden.

Insbesondere der angedachte Umbau am Löwenwall um den Höhenunterschied zu überwinden als auch die Umverteilung von Verkehrsflächen entlang der südlichen Wälle bringen planerische, technische und politische Herausforderungen mit sich” (DS 23-20323).

Auf eine Anfrage der GRÜNEN Ratsfraktion zur Sitzung des Ausschusses für Mobilität, Tiefbau und Auftragsvergaben am 17. Juni 2025 antwortete die Verwaltung zu den Planungen im Bereich Kalenwall, Bruchtorwall und Lessingplatz: “Der Planungszeitraum für das Projekt wird im Rahmen der Erarbeitung des Umsetzungskonzeptes [zum Mobilitätsentwicklungsplan] festgelegt” (DS 25-25978-01). Allerdings finden sich in der Vorlage “Mobilitätsentwicklungsplan – Umsetzungsstrategie” (DS 25-26052) keine belastbaren Aussagen zu diesem konkreten Projekt.

Im Investitionsprogramm des Doppelhaushalts 2025/2026 finden sich für die Jahre 2026 und 2027 Mittel von insgesamt ca. 2,1 Mio € für das Projekt “Fahrradstraßennetz Wallring/Lückenschl.”. Eine genauere Beschreibung einzelner Maßnahmen gibt es allerdings nicht.

Vor diesem Hintergrund bitten wir um die Beantwortung der folgenden Fragen:

1. Welche Planungsgrundlagen für den südlichen Bereich der Veloroute Wallring konnten seit dem oben zitierten Grundsatzbeschluss in den letzten knapp drei Jahren erarbeitet werden?

2. Welcher Planungszeitraum wird insbesondere für den Umbau des Bereichs Kalenwall, Bruchtorwall und Lessingplatz mittlerweile zugrunde gelegt?

3. Welche konkreten Maßnahmen sollen in den Jahren 2026 und 2027 mit den Haushaltsmitteln aus dem Projekt “Fahrradstraßennetz Wallring/Lückenschl.” umgesetzt werden?


Stellungnahme der Verwaltung

Zur Anfrage der Fraktion Bündnis 90 – DIE GRÜNEN vom 18.02.2026 nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:

zu 1: Für den Anschluss der Wallringroute über den Löwenwall bis zur Kurt-Schumacher-Straße wurde geprüft, wie dort eine Verbindung (Rampe) hergestellt werden kann. Die Kosten für eine solche Trasse werden insbesondere vor dem Hintergrund des zu überwindenden großen  Höhenunterschiedes sehr hoch sein. Vor diesem Hintergrund prüft die Verwaltung günstigere Alternativen.

zu 2: In der MEP-Umsetzungsstrategie wird der Lückenschluss der Wallringroute im Bereich Kalenwall, Bruchtorwall und Lessingplatz unter Punkt K8 berücksichtigt. Der Beginn der Betrachtung der südlichen Innenstadtumfahrung ist für dieses Jahr terminiert. Dies bezieht sich zunächst auf die konzeptionelle Betrachtung sämtlicher Verkehre, somit auch des Radverkehrs. Diese gesamtverkehrliche Analyse steht in direkter Abhängigkeit mit dem Fortschritt der Verkehrsplanung rund um den Bohlweg und wird somit nicht kurzfristig abgeschlossen werden können. 

zu 3: Aus dem Projekt soll neben den Planungskosten im Zusammenhang mit der Wallringroute unter anderem das Projekt „Theaterumfahrt“ umgesetzt werden, welches aus Gründen der Baukoordinierung und Konflikten mit anderen Baumaßnahmen zeitlich verschoben werden musste.