Feuerwerk

Silvester ohne Ausnahmezustand: GRÜNE fordern Schutzzone für Braunschweigs Innenstadt

Zum Jahreswechsel soll der Umgang mit privatem Feuerwerk in der Braunschweiger Innenstadt erstmals gezielt geregelt werden. Die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzt dabei auf Schutz, Prävention und Entlastung statt auf Nachsorge nach gefährlichen Situationen. Mit einem Ratsantrag haben die Grünen vorgeschlagen, in der Innenstadt eine temporäre Schutzzone einzurichten. Ziel ist es, gefährliche Situationen zu entschärfen, Einsatzkräfte zu entlasten und die Innenstadt und die Umwelt besser zu schützen.

Sicherheit braucht öffentliche Debatte

Altstadt ist kein Abenteuerspielplatz

Besonders in der historischen Innenstadt mit ihren teils jahrhundertealten Gebäuden, enger Bebauung und Fachwerkhäusern entstehen in der Silvesternacht massive Risiken. Funkenflug, Feuerwerksreste und Gedränge gefährden nicht nur Menschen, sondern auch die Bausubstanz. Schäden wären an vielen Stellen irreparabel. „Unsere Altstadt ist kein Abenteuerspielplatz für riskantes Verhalten“, so Bianca Braunschweig weiter. „Wir tragen Verantwortung für Menschen, für Kulturdenkmäler und für das Bild unserer Stadt.“

Der Antrag sieht vor, rund um die innere Okerumflut eine Sicherheitszone einzurichten, begleitet von einer stärkeren Präsenz von Ordnungsbehörde und Polizei sowie klarer Information über die geltenden Schutzmaßnahmen. Besucher*innen sollen frühzeitig wissen, was gilt, statt erst zu reagieren, wenn es zu spät ist.

Schutz für Menschen und Umwelt

Die Belastung für Rettungsdienste ist enorm: In der vergangenen Silvesternacht kam es landesweit zu über 1.500 polizeilichen Einsatzlagen. Allein in Braunschweig wurden mehr als 50 Brandeinsätze sowie über 120 Rettungseinsätze gezählt. Dazu kommen Verletzte, überfüllte Notaufnahmen und massiver Stress für Einsatzkräfte.

Die geplante Schutzzone soll ausgewertet werden: Gab es weniger Vorfälle, weniger Verletzte, weniger Einsätze? Auf dieser Grundlage will die Fraktion prüfen lassen, wie Sicherheitsmaßnahmen künftig weiterentwickelt und sinnvoll verknüpft werden können. „Unser Ziel ist klar: Braunschweig soll sicher ins neue Jahr starten, nicht im Ausnahmezustand“, so Bianca Braunschweig abschließend.