Klinikum Braunschweig

„CDU lässt das Klinikum im Stich“

Grüne kritisieren Ablehnung des Defizitausgleichs als verantwortungslos

Mit scharfer Kritik reagiert die Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf das Abstimmungsverhalten der CDU-Fraktion in der heutigen Ratssitzung. Diese hatte die überplanmäßigen Aufwendungen in Höhe von 11,5 Millionen Euro für das Städtische Klinikum Braunschweig abgelehnt. Hintergrund der Vorlage war die Bereitstellung zusätzlicher Haushaltsmittel zur Deckung des aufgelaufenen Jahresfehlbetrags 2024 in Höhe von über 76 Millionen Euro. Die Grünen erinnern daran, dass die nun freigegebenen Mittel auf einem früheren Gremienbeschluss basieren – und damit längst politisch beschlossen waren.

Besonders kritisch sehen die Grünen die Signalwirkung gegenüber den Beschäftigten und den Menschen in der Stadt: „Es geht nicht nur um Zahlen, es geht auch um den Ruf unseres Klinikums”, so Leonore Köhler weiter. „Und der steht auf dem Spiel. Die CDU gießt mit ihrem Verhalten Öl ins Feuer. Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, wie wir über das Klinikum sprechen – im Rat, in der Öffentlichkeit und im Alltag. Ein funktionierendes Klinikum ist mehr als eine Zahl im Haushalt. Es ist ein Ort, an dem Menschen behandelt, gepflegt und begleitet werden. Ein Ort, an dem tausende Beschäftigte tagtäglich unter schwierigen Bedingungen alles geben. Wer hier kampagnenhaft kritisiert statt Lösungen zu bieten, gefährdet nicht nur die Versorgung – sondern auch Vertrauen.“

“Wir als Grüne stehen fest zum Klinikum, als Haus der Maximalversorgung, als zentraler Baustein der öffentlichen Gesundheitsversorgung unserer Region und als wichtiger Arbeitgeber für tausende Menschen. Wir werden uns weiterhin konsequent für eine verantwortungsvolle Konsolidierung und für den Erhalt des Klinikums in öffentlicher Hand einzusetzen. Dafür braucht es konstruktive Zusammenarbeit auf allen Ebenen und den politischen Willen, gemeinsam in schwierigen Zeiten Verantwortung zu übernehmen – für ein zukunftsfähiges starkes Klinikum Braunschweig“, schließt Leonore Köhler.