Die Grüne Ratsfraktion will die Krisenvorsorge in Braunschweig deutlich stärken und hat in der heutigen Ratssitzung interfraktionell einen zentralen Leitfaden für Bevölkerung und Wirtschaft auf den Weg gebracht. Dazu erklärt Burkhard Plinke, in der GRÜNEN Ratsfraktion zuständig für Feuerwehr und Katastrophenschutz:
„Leider leben wir derzeit in einer Welt, die von tiefgreifenden Krisen und wachsenden Herausforderungen geprägt ist. Die Klimakrise führt zu einer zunehmenden Häufung extremer Wetterereignisse, und auch der Anschlag auf das Berliner Stromnetz hat deutlich gemacht, wie verwundbar zentrale Bereiche der öffentlichen Versorgung auch in Deutschland gegenüber Störungen oder gezielten Angriffen sind.“
„Klar ist, dass wir uns auch in Braunschweig stärker als bislang auf akute Krisensituationen einstellen müssen, um die Bevölkerung im Ernstfall mit dem Nötigsten zu versorgen. Das können durch den Klimawandel bedingte Extremwetterereignisse wie z.B. Hochwasser, Starkregen oder Hitzewellen sein. Es gibt bereits gute Konzepte und Pläne, wie etwa die Notfall-Leuchttürme, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt eingerichtet werden können. Was jedoch bislang gefehlt hat, ist eine möglichst umfassende und vollständige Information der Bevölkerung über solche Anlaufpunkte im Krisenfall.“
Mit dem interfraktionellen Ratsantrag sollen künftig alle relevanten Informationen in einem Leitfaden veröffentlicht werden: „Uns war wichtig, dass auch die Themen klimabedingte Extremwetterereignisse und Energieversorgung im Krisenfall im Fokus stehen. Um die Krisenvorsorge in Braunschweig abzurunden, haben wir zudem erfolgreich beantragt, dass die Verwaltung öffentliche Informationsveranstaltungen über Anlaufstellen und Hilfsmöglichkeiten abhält. Alle Bürger*innen sollen wissen, wo sie sich bei Hitze abkühlen, bei kalter Wohnung aufwärmen, bei Stromausfall ihr Smartphone laden können, um mit der Familie in Kontakt zu bleiben, oder wo Babyfläschchen aufgewärmt werden können“, so Plinke abschließend.
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