Dem Baumverlust entgegenwirken – Nachpflanzungen finanziell absichern

Gordon Schnepel

„Die Baumbilanz in Braunschweig ist seit Jahren verheerend“, stellt Gordon Schnepel, für die GRÜNE Ratsfraktion Mitglied im Umwelt- und Grünflächenausschuss, fest. „Jedes Jahr müssen deutlich mehr Bäume gefällt werden, als neue nachgepflanzt werden können. Im Jahr 2025 konnten z. B. 229 Bäume nicht ersetzt werden. In Jahren mit Extremwetterereignissen wie Dürre oder Stürmen ist diese Zahl noch größer. Immer wieder haben wir als GRÜNE Ratsfraktion versucht, hier gegenzusteuern und mehr Mittel für die Nachpflanzungen von Bäumen zur Verfügung zu stellen. Allerdings war es immer schwierig, hierfür politische Mehrheiten zu finden. Insofern sind wir sehr froh, dass es uns jetzt gelungen ist, gemeinsam mit SPD und CDU zumindest einen Prüfauftrag auf den Weg zu bringen, dessen Ergebnis hoffentlich lautet, dass wir im Jahr 2026 mehr Bäume nachpflanzen können, als ursprünglich geplant war.”

Leonore Köhler, finanzpolitische Sprecherin der GRÜNEN Ratsfraktion, ergänzt: „Oft finden sich im Haushalt freie Mittel, die wir durch Umschichtungen für solche Projekte wie das Nachpflanzen von Bäumen nutzen können. Dazu gehören z. B. Haushaltsreste, also Mittel aus Projekten, die im laufenden Haushalt nicht umgesetzt werden können. Hier können wir ansetzen, um den dringend notwendigen Verlust an Bäumen auszugleichen, ohne den eh schon stark belasteten Haushalt weiter auszuweiten.“

„Jeder Baum hilft uns, uns besser auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten“, so Schnepel abschließend. „Wir sind uns bewusst, dass wir auch mit diesem Antrag längst nicht alle Bäume werden ersetzen können. Gerade bei den Straßenbäumen sind oft aufwendige Umbauarbeiten erforderlich, um die alten und oft viel zu kleinen Baumstandorte zu vergrößern und so den neuen Bäumen gute Standortbedingungen zu bieten. Aber gerade in den dicht bebauten Stadtquartieren brauchen wir dringend mehr Grün. Bäume in den Straßen spenden Schatten, tragen durch die Verdunstung zu einem besseren Mikroklima bei und leisten einen Beitrag zum Artenschutz. Insofern werden wir auch bei den nächsten Haushaltsberatungen darauf drängen, von vornherein ausreichende Mittel zur Verfügung zu stellen.”

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